Mohnstrudel

Mit dem Mohn verhält es sich bei mir so ähnlich wie mit dem Topfen. Früher hab ich ihn zwar schon gegessen, wenn er mir vorgesetzt wurde oder halt nix anderes da war, aber dass ich mir selbst ein Mohnkipferl oder dergleichen gekauft hätte, das wär nicht vorgekommen. Aber irgendwann hat meine Schwester begonnen saftige Mohnkuchen (die fast immer sitzengeblieben sind und lecker speckig waren) zu backen und ich bin auf den Geschmack gekommen.

Auf den unzähligen Food- und Backblogs im Internet findet man immer so tolle, ausgefallene Rezeptideen und ich kann mich dann nie entscheiden, was ich zuerst backen soll. In einem solcher Momente hab ich dann Lust bekommen, etwas total unspektakuläres, traditionelles zu Backen – Mohnstrudel.

Wie bereits erwähnt stehen Germteig und ich – na gut, jetzt zu sagen auf Kriegsfuß wär vielleicht etwas übertrieben. Aber dass wir (noch) keine besten Freunde sind kann ich wohl behaupten. In der Entstehungsphase des Strudels hab ich dieses Verhältnis zueinander auch schon wieder bestätigt gesehen. Wollte der Teig eiiiiinfach nicht aufgehen (kruzifix, nuamoi!). Wie sich herausgestellt hat, musste ich aber einfach nur eine halbe Stunde länger warten und den Teig gehen lassen (Geduld zählt nicht zu meinen Stärken).

Soweit so gut. Germteig fertig, Mohnfülle fertig, Strudel gefüllt und gerollt und ab ins Rohr. Als ich etwa zur Hälfte der Backzeit ins Rohr geschaut habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Dieser Strudel ist MASSIV geworden (stellt euch einen normalen Strudel vor, wie man ihn im Geschäft kauft. Ja? Vor Augen? Meiner war ca. 2-3 mal so groß – und noch nicht mal fertig). Von wegen der Teig geht nicht auf, der hat fast das ganze Blech eingenommen 😀

Optisch also wieder mal keine Glanzleistung meinerseits. Ich hab daher wirklich einige Zeit überlegt, ob ich meinen ersten Mohnstrudel-Versuch posten soll.
Frisch hat er ganz ausgezeichnet geschmeckt. Nur hatte ich jetzt das Dilemma, dass Mani nicht zu Hause war und ich mit gefühlten 2 kg Mohnstrudel dag’sessen bin. Hab ihn also portioniert und eingefroren.
Lange Rede kurzer Sinn – letztens hab ich ein Stück aufgetaut. Das war immer noch so lecker und drum hab ich beschlossen das Rezept zu teilen 🙂

Zutaten:
Germteig:
150 ml Milch
80 g Butter
80 g Zucker
500 g Mehl griffig
2 Eier
1 Pkg. Germ (Hefe)

Mohnfülle:
200 g gemahlener Mohn
200 ml Milch
70 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 TL Zitronenschalen
1 EL Rum
1/2 TL Zimt

1 Ei (zum Bestreichen)

Zubereitung:
Die Milch erwärmen, so dass sie lauwarm ist, Butter darin zerlassen. Mit den restlichen Teig-Zutaten vermengen und an einem warmen (oder zumindest nicht kalten) Ort eine Stunde (man/frau übe sich in Geduld) ruhen lassen.

Die Wartezeit nützt man um die Mohnfülle herzustellen. Dazu die Milch und Zucker erhitzen (damit sich der Zucker gut auflöst), die restlichen Zutaten beigeben und gut umrühren, kurz aufkochen und anschließend abkühlen lassen.

Rohr auf 170°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Sobald sich der Teig merklich vermehrt hat (ansonsten – weiterwarten) zu einem Riesenrechteck ausrollen, mit der Mohnfülle bestreichen, zu einem Strudel einrollen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit einem verquirrltem Ei bestreichen und ca. 35 min backen.

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